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Gitarren-Amp app + AE
#1
Hi Atonal,

habe kürzlich den Thread zu AE und Gitarren-Aufnahme im Musiker Board gelesen.

Ich bin auf der Suche nach einem Tool, mit dem ich günstig brauchbare Gitarren-Sounds mit dem Android Tablet erzeugen kann. Ich spiel hauptsächlich 80er/90er Jahre Hi/MidGain (Friedman...) und Crunch Sounds (Normal Kanal SLO100...). Ich hab da also schon gewisse Ansprüche...
Nun fehlt eigentlich was für unterwegs, wo ich keinen Amp zum Spielen und kein Mic zum Aufnehmen bei mir haben kann. Interfaces gibt es ja diverse, die man auch unter Android zum laufen bringen wird.

Welche  Android-App bringt brauchbare Sounds und kann gleichzeitig mit AE aufgenommen werden? Wie schlägt sich z.B. AndRig? Dieses würd eich präferieren, da mein Tablet (Acer Iconia A210) "nur" Android 4.1.1. hat, und AmpliTube bspw. 4.2 braucht.
Wie ist das mit Latenzen beim Spielen (und beim Aufnehmen)? Anders als beim iRig UA müsste das Tablet ja die Sounds generieren und möglichst latenzfrei wiedergeben, was ich bezweifle, dass das funzt...
Wie geht dann das Aufnehmen mit AE, wenn eine andere App die Sounds erzeugt? Dazu müsste ja im Betriebssystem eine Verbindung des Audio Streams zu AE hegestellt werden...

Wie geht die Aufnahme mit dem iRig UA? So wie ich das verstehe, läuft über den USB Anschluss ja auch kein Audio-Stream ins Tablet "rein"...

Grüße und danke schonmal, headcrash
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#2
Hi headcrash,

also,bei den Apps wie AndRig musst du ein Interface benutzen, welches von der App unterstützt wird. So weit ich weiß Behringer einige usw....
Du stellst dann deinen Sound in AndRig ein,der dann auch in AE so aufgenommen wird,da er ja über das Interface weiter gegeben wird.....hab das aber noch nie getestet.

Es gibt für AE im Moment nur ein zwei Distortion Tools,sowie eine Speaker Sim als direktes Effekt Tool, ist ok,um ein paar Skizzen auf zu nehmen. Das geht mit dem jeweiligen Interface Latenzfrei.

Mit dem IRigUA geht das ganz gut,du steckst es an, kannst es für AE ganz normal wie ein Interface benutzen. Du solltest aber immer im Background die Amplitube App geöffnet haben,da es sonst immer Probleme mit dem Playback gibt,zumindest bei Samsung Tabs. Ansonsten geht das wunderbar.

Willst du Gitarren damit aufnehmen, öffnest du Amplitube ,stellst deinen Sound ein,der wird dann auch so direkt an AE weiter gegeben. Dort nimmst du ihn dann auf, das klappt wunderbar. Rückhören dann über den Kopfhörer Port des IRig,latenzfrei so gut wie......

Es steht und fällt natürlich auch mit dem Audiochip des Tablets. Es empfiehlt sich also,ein Tablet zu haben, welches auch den low latency mod kann, z.b. Nexus, sehr gut geht aber auch das Samsung Tab S2. Da habe ich sogar ohne Interface schön arbeiten können......

Falls dir die Android Version deines Tabs nicht reicht,kannst du es auch rooten und dann mit einem CM auf ne neuere gehen......je nachdem,ob du da Erfahrung hast....

Generell, ist das IRig wohl die beste Lösung im Moment, es werden wohl noch weitere kommen,da auch bei Android die Soundchips gut genug werden,um Audiobearbeitung damit zu machen.......
Aber Interfaces werden jetzt schon mit den neueren Android Versionen (ab 5) sehr viele nativ unterstützt.
Nur Virtuelle Amps gibts leider kaum welche, die das nutzen.....

Lg.
Wer auf seinem Gerät einen Apfel hat, darf sich auch nicht wundern , wenn der Wurm drin ist !!!!  Huh Huh
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#3
Hi Atonal,

vielen Dank für die schnelle Antwort.
Einige Fragen habe ich noch (sorry, ist eigentlich gar nicht wirklich AE bezogen, passt aber vielleicht doch - abschließend - hier her...):
1. D.h. also, dadurch, dass mit den Sim apps (Amplitube + iRig UA mal ausgenommen...) auch Sound aus dem Android device ausgegeben werden muss, kann AE das auch abgreifen?
2. Was genau mach das iRig UA eigentlich? Klar, AD/DA Wandlung und Audio streaming zum Gerät. Aber sonst: Rechenknecht als Unterstützung des Android Prozessors? Oder macht es mit seinem DSP die Hauptarbeit und Android nur das GUI?
3. Du schreibst, Du hast teilweise ohne Interface arbeiten können, abhängig vom Audiochip des Geräts. Welche Bedingungen muss der für low latency Audio erfüllen?
4. Tablet rooten und ein neues CM aufspielen, das ist mir zu heikel, da ich da in den entsprechenden Foren einfach nicht mehr durchblicke, welche Versionen mit meinem Tablet welche Probleme bereiten usw. Habe da immer mal wieder einige Stunden lesend verbracht, bin aber zu wenig "Nerd" und zu wenig in der Android Welt drin... Evtl. lasse ich das einen Profi machen, wenn ich mich für Amplitube entscheide. Ist für Amplitube UA zwingend ein 4.2 notwendig (wie es auch der Play Store sagt)?

Grüße und danke, headcrash
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#4
Hi headcrash......

Zu 1. : nur mit Interface. Und, wie gesagt, da muss die jeweilige app auch das interface unterstützen. AE greift dann den modulierten Sound als input auf. Aber welche da genau funtionieren müsste ich mal Davy fragen,der ist da absolut drin,was AE angeht.

Zu2: wie du sagst,der Rechenknecht. Die Dsp,sowas wie ne Cpu,berechnet nur Audiodaten, über nimmt das gesamte Audio rein raus und Effekt Prozedere,und AE macht in dem Fall den Sequenzer und die Steierung.....

3. wie beim PC auch haben die neueren Chipsätze bei Tablets auch bessere onboard Audio Chips. Diese können teilweise auch schon schnell genug Audio Prozesse und auch Effekte berechnen,so dass die Latenz gering genug ist,um damit aufnehmen zu können, bzw sind bessere Treiber vorhanden,ähnlich wie Asio4all beim PC....Samsung hat sogar eigene entwickelt, das Sapa, Samsung Professional Audio System,mit denen man mittels eigener App (soundcamp) auch aufnehmen kann. Eigentlich ne super Sache,aber da es nur für Samsung Geräte der neueren Reihe geht,nutzen es die Entwickler nicht,da zu eingeschränkt.

4. rooten ist gar nicht sooo wild. Es gibt über all sehr gute Anleitungen. Aber ich verstehe auch, wenn du da Respekt davor hast. Ich möchte auch niemand ermutigen,sein Gerät zu bricken....

Aber wenn du aufnehmen willst,würde ich auch schauen, ein entsprechendes Tablet dazu zu nehmen,sonst macht das keinen Spass, wenn auch Cpu und Ram zu gering sind....

Und ja,soweit ich weiß, ist erst ab Android 4.2 die nötigen USB Treiber vorhanden,damit das IRig auch erkannt wird. Aber ansonsten funzt das ganz gut.....grungige Sounds sind ok, aber Hi Gain klingt furchtbar......ich selber spiele aber einen Kemper, da brauche ich die Amp Sim ned,aber den hat man auch ned immer einstecken..... Hoffentlich kommt da mal noch was besseres.....

Das Problem bei Android ist,dass es in dem Bereich zu wenige Entwickler gibt,die Audio Nerds sind alle bei Apple,dabei wäre Android duech Open Source viel geiler.....

We will see,es ist jetzt schon viel passiert.....
Wer auf seinem Gerät einen Apfel hat, darf sich auch nicht wundern , wenn der Wurm drin ist !!!!  Huh Huh
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#5
Hallo Atonal,

ok, danke nochmal für die Infos. Ist mir nach wie vor schleierhaft, warum man bei Android in einer multimedialen Welt nicht an uns Musiker denkt...

Ich hab mal noch eine ganz andere verwegen Idee, um richtig gute Gitarrensounds mit Android aufzunehmen: Man nehme ein beliebiges Hardware-Preamp/Amp Tool (in meinem Fall ein Tubemeister 5), nehme es ohne Cab Sim auf und falte es mit einer IR seiner Wahl.  Ist in der Mac/Windows Welt ja Usus.

Dazu braucht es "nur" einen IR Convolver für Android....
Es gibt ein Klang-Verbesserungstool für Android (oder Player, so genau bin ich da noch nicht dahinter gestiegen), namens Viper4Android, was wohl auch einen IR Falter an Board hat. Leider kann das meinem Verständnis nach "nur" Streams bereits auf dem Device befindlicher Audiodateien bearbeiten. Das wird nicht ohne Latenz gehen, wäre mir aber erst mal egal.
Der dann gefaltene Audiostream könnte doch allerdings wiederum von AE abgegriffen werden. Also sprich: das .wav file mit irgendeinem Player abspielen und AE diesen Stream wiederum aufnehmen lassen...

Ob das geht? Kommt wohl auf einen Versuch drauf an....
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#6
Hi headcrash,

Sorry für die verspätete Antwort, hatte das irgendwie übersehen.
Viper nutze ich schon sehr lange und über das IR System hatte ich mir auch schon Gedanken gemacht.

Ich spiele selber einen Kemper, und ich glaube, der nutzt exakt die selbe Technik zum Profilen der Amps.

Ob das latenzfrei geht ist schwer zu sagen, aber die IR Files sind sehr klein und ich glaube nicht, dass das enorm viel Rechenleistung benötigt. Wobei der Kemper 2 sehr starke DSP Karten integriert hat.... Kann aber auch mehr mit den Effekten zu tun haben, die ja auch generiert werden im Kemper.....

Ich gebe den Impuls mal weiter an die Entwickler.....
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